Weltgesundheitstag am 7. April 2018

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Mit dem diesjährigen Weltgesundheitstag zum Thema „Universal Health Coverage“ möchte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf die Bedeutung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung aufmerksam machen.

Dabei gilt der Appell: Jeder Mensch sollte Gesundheitsdienstleistungen in Anspruch nehmen können – unabhängig von Ort und Zeit und ohne dabei in eine finanzielle Notlage zu geraten.

Wie aus einem gemeinsamen Bericht der WHO und der Weltbank hervorgeht, hat über die Hälfte der Weltbevölkerung keinen umfassenden Zugang zu essenziellen Gesundheitsdienstleistungen. Zudem werden jedes Jahr zahlreiche Haushalte durch notwendige gesundheitsbezogene Ausgaben in Armut gedrängt.

Dies sei unnötig, so Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der WHO. Die Gesundheitsversorgung für alle bedeute allerdings nicht, alle erdenklichen gesundheitsbezogenen Interventionen kostenfrei zur Verfügung zu stellen, sondern vielmehr, Maßnahmen gegen wichtige Erkrankungen vorzuhalten und dabei eine ausreichende Qualität sicherzustellen.

Zur Situation in Deutschland

Wer hierzulande krank wird, hat es in der Regel nicht schwer, medizinische Hilfe zu finden. Zahlreiche Behandlungsangebote sind vorhanden; die entstehenden Kosten werden meist von der Krankenversicherung übernommen. Auch eine Forsa-Umfrage, die der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) unter 1.000 gesetzlich Versicherten in Auftrag gegeben hat, bestätigt: 85 Prozent der Menschen sind sehr zufrieden bzw. zufrieden mit der medizinischen Versorgung in Deutschland.

Die große Mehrheit der Befragten wertschätzt auch die Leistungsprinzipien der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), wie die kostenfreie Familienversicherung, das Sachleistungsprinzip oder die solidarische Beitragserhebung.

Dennoch besteht auch hierzulande Verbesserungspotenzial – sei es auf dem Land und in kleinen Gemeinden, sei es bei der Versorgung von Geflüchteten.

Im Bereich medizinische Versorgung auf dem Land offenbart die Studie deutliche Unterschiede zwischen der städtischen und der ländlichen Bevölkerung. 25 Prozent der ländlichen Bevölkerung sagen, dass sie unzufrieden mit der Versorgung seien, bei Versicherten aus den städtischen Regionen ist dieser Anteil mit 12 Prozent nur halb so groß. Um die Versorgung auf dem Land zu verbessern, müssten u. a. mobile Fahrdienste und medizinische Versorgungszentren ausgebaut, verstärkt Praxisassistenzen eingesetzt sowie die Möglichkeiten der Digitalisierung, wie Videosprechstunden, konsequent genutzt werden.

Weitere Informationen zum Weltgesundheitstag, der in diesem Jahr zum 70. Mal begangen wird, finden sich unter www.weltgesundheitstag.de sowie auf den Seiten der WHO.