Weltblutspendetag am 14. Juni

Quelle: DRK

„Spende Blut. Spende jetzt. Spende regelmäßig.“ Mit diesem Motto wollen Politik und Medizin die Bereitschaft vor allem jüngerer Menschen erhöhen, Blut zu spenden. Am Weltblutspendetag – und auch sonst.

Rund 15.000 Blutspenden werden täglich in Deutschland gebraucht. Zumeist sind diese auch vorhanden, es gibt aber immer wieder Engpässe. Blutkonserven und Blutprodukte sind nach schweren Unfällen, bei größeren Operationen oder zur Behandlung bestimmter Erkrankungen (wie z.B. bösartiger Tumore) nach wie vor unverzichtbar.

In Deutschland können Menschen zwischen 18 und 68 Jahren Blut spenden. Nach einem individuellen Gesundheitscheck sind Spenden aber auch von Älteren möglich. Frauen dürfen vier Mal, Männer sechs Mal im Jahr spenden.

Nach einer repräsentativen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat jeder zweite Deutsche schon einmal Blut gespendet. Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA erklärt: „Etwas anders sieht es in der jungen Generation aus. Nur 35 Prozent der 18- bis 25-Jährigen haben schon einmal Blut gespendet. Deshalb ist es besonders wichtig, junge Leute zur Erstspende zu motivieren.“

Vielleicht hilft es, sich zu verdeutlichen, dass statistisch gesehen rund zwei Drittel aller Menschen wenigstens einmal im Laufe ihres Lebens eine Blutspende benötigen.

Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. Eine Vielzahl von Patienten verdankt ihr Leben fremden Menschen, die ihr Blut freiwillig und uneigennützig spenden.

In Deutschland wurden im Jahr 2017 ca. 4 Millionen Vollblutspenden entnommen. Die sechs regional tätigen DRK-Blutspendedienste haben davon rund 3 Millionen Spenden bekommen. Das entspricht etwa 15.000 Blutspenden werktäglich oder elf Spenden pro Minute.

Zum Ablauf einer Blutspende

Blutspendetermine gibt es fast täglich, fast überall. Auf der Blutspende-Internetseite des Deutschen Roten Kreuzes lassen sich diese ganz einfach finden. Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene mit einem Mindestgewicht von 50 kg ab 18 Jahren Blut spenden.

Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von acht Wochen (Tag der Blutspende plus 56 Tage) liegen. Zunächst muss sich der Spender/die Spenderin ausweisen.

MehrfachspenderInnen haben bereits einen Unfallhilfe- und Blutspenderpass. Dazu benötigen sie noch ein gültiges amtliches Personaldokument – also einen Personalausweis, Reisepass oder Führerschein.

Bei ErstspenderInnen reicht dieses Dokument aus. Sie bekommen anschließend einen Spenderpass zugeschickt.

Um die Gesundheit der SpenderInnen zu checken, wird ein Fragebogen ausgefüllt. Außerdem werden die Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin, Hb-Wert) im Blut sowie die Körpertemperatur ermittelt. Bei der ärztlichen Untersuchung werden Puls und Blutdruck gemessen, um zu sehen, ob der Gesundheitszustand eine Spende zulässt.

Bei der eigentlichen Blutabnahme, die etwa fünf bis zehn Minuten dauert, kommt ausschließlich steriles Einwegmaterial zum Einsatz. Es werden ca. 500 ml Blut entnommen.

Nach der Blutentnahme sollten die SpenderInnen einige Minuten entspannen. Um danach aufzutanken, wird ein Imbiss gereicht. Speisen, Heiß- und Kaltgetränke stehen zur Verfügung. Um den Flüssigkeitshaushalt möglichst schnell auszugleichen, sollte man reichlich trinken – natürlich keinen Alkohol!

Eine Blutspende sollte nicht unter Zeitdruck erfolgen. Für den gesamten Ablauf einer Spende benötigt man etwa eine bis anderthalb Stunden Zeit.

Außerdem sollten SpenderInnen vor der Blutspende etwas gegessen und alkoholfreie Getränke zu sich genommen haben. Insbesondere bei hohen Temperaturen ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme vor der Blutspende wichtig.

Viele weitere Informationen über die Blutspende finden sich z.B. auf www.blutspender.net oder unter der Rufnummer 0800 / 1194911 (kostenlos aus dem dt. Festnetz).